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Hüftgelenksarthrose

Die Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) ist die Abnützung des Hüftgelenks. Sie ist aufgrund der jahrelangen alltäglichen Belastung durch den fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels charakterisiert. Typischerweise betrifft die Hüftgelenksarthrose Patienten über 55 Jahre und nimmt mit fortschreitendem Alter zu. Erkrankungen wie Morbus Perthes, Epiphysenfugenlösung, Hüftdysplasie, Durchblutungsstörungen (Hüftkopfnekrose) oder Hüftimpingement können auch im jüngeren Alter schon eine Hüftgelenksarthrose entwickeln. Genetische Einflüße wie familiäre Häufung oder ungünstiger Schenkelhalswinkel können die Entwicklung einer Coxarthrose begünstigen, Übergewicht hat keinen direkten Einfluß, kann aber Schmerzen verstärken.

 

Typischerweise ist die Hüftgelenksarthrose mit Anlaufschmerzen nach Ruhephasen, Bewegungseinschränkungen und Leistenschmerzen verbunden. Akute Schmerzphasen werden als aktivierte Coxarthrose bezeichnet. Bei fortschreitender Arthrose kommt es dann zu folgender Symptomatik:

 

  •  Belastungs- und Ruheschmerz in Leiste, Gesäß und Oberschenkel
  •  Anlaufsymptomatik mit Gelenksteifigkeit
  •  Bewegungseinschränkung
  •  Einschränkung der Gehstrecke
  •  Gangstörung (Hinken)
  •  Beinverkürzung 

 

Diagnose  

Die Diagnose lässt sich durch die typische Anamnese, Untersuchung und anhand eines normalen Röntgenbildes stellen, wobei die Verschmälerung des Gelenkspaltes zwischen Hüft- und Oberschenkelknochen als indirektes Zeichen des Knorpelverlustes zu erkennen ist.

 

Therapie  

Prinzipiell erfolgt die Therapie der Hüftarthrose zuerst konservativ mit heilgymnastischen Maßnahmen, gelegentlichen Infiltrationen, intraartikulären Hyaluronsäuretherapien oder auch neueren Methoden der Eigenbluttherapie (Infoblatt ACP). Wenn die konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind, ist die Implantation einer Hüftendoprothese zu empfehlen. Dieser Eingriff wird heutzutage in minimalinvasiver Weise (AMIS Infoblatt) durchgeführt. Die Patienten können am ersten Tag nach der Operation wieder aufstehen und ab dem 2. Tag Stiegen steigen. Der Krankenhausaufenthalt beschränkt sich in der Regel auf 5 Tage. Das Gehen mit 2 Unterarmstützkrücken ist für 4 Wochen empfohlen um die Weichteile zu entlasten.

 

Der Operationserfolg nach künstlichem Hüftgelenk ist mit über 95% einer der höchsten in der orthopädischen Chirurgie.